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Kräuter und Co. aus dem Garten

Wenn du deinem Körper etwas Gutes tun willst, solltest du ihn entgiften. So reinigst du deinen Körper gründlich von allen möglichen Schadstoffen aus dem Essen und der Umwelt. Danach wirst du dich wie neu geboren fühlen, mehr Energie haben und glücklicher sein. Viele Nahrungsergänzungsmittel, die zur Entgiftung des Körpers geeignet sind, kannst du sogar selbst im Garten oder auf dem Balkon pflanzen, ernten und anschließend anwenden. Hier erfährst du, welche das sind.

Wie die Entgiftung funktioniert
Die Entgiftung kann im Körper auf vielen Wegen geschehen. Im Darm sammeln sie sich und können dort gebunden und ausgeschwemmt werden. Niere, Galle, Blase und Leber sorgen dafür, dass Giftstoffe abgebaut werden. Und auch die Haut kann durch Schwitzen Giftstoffe nach außen transportieren. Ziel ist es, durch die geeignete Nahrungsergänzung unserem Körper zu helfen, alles, was schlecht für ihn ist, loszuwerden.

Unkraut für die Entgiftung nutzen
Leider sind viele Pflanzen, die für die Entgiftung wichtig sind, als Unkraut verschrien. Dazu gehören vor allem Löwenzahn und Brennnesseln. Zugegeben, keiner wird sich diese Pflanzen freiwillig in den Garten setzen, aber vielleicht findet sich ein kleines Plätzchen für sie.

Löwenzahn für die Entgiftung der Leber
Jedes Kind kennt diese gelb blühende Pflanze, deren Blätter aussehen sollen wie die Zähne eines Löwen. Spätestens mit den Samen des Löwenzahns kann jeder etwas anfangen, denn du hast die verblühten Stängel bestimmt auch oft in die Hand genommen und die Samen weggeblasen. Deswegen heißt der Löwenzahn im Volksmund auch Pusteblume.
Die Blätter können besonders im Frühling und Sommer geerntet und getrocknet werden. Anschließend werden sie zermahlen und mit heißem Wasser als Tee aufgegossen. Auch die Blüten und Wurzeln können dafür verwendet werden. Wenn du die Pflanzen trocknest, achte darauf, dass sie in dieser Zeit wirklich vollständig trocken sind und sie an einem dunklen, trockenen Ort gelagert werden, damit die Restfeuchtigkeit keinen Schimmel verursachen kann.
Du kannst die frischen Blätter und Blüten übrigens auch in einem Salat mixen.
Der Löwenzahn sorgt dafür, dass Niere, Darm und Blase angeregt und somit Giftstoffe ausgeschwemmt werden.
Der Löwenzahn wächst überall, sowohl im Schatten als auch an sonnigen Stellen. Er braucht nur einen Samen der Pusteblume, um zu entstehen. Meistens ist Löwenzahn im Gras des Gartens automatisch enthalten.

Brennnessel für die Entgiftung des Blutes
Bei der Entgiftung ist es auch wichtig, das Blut zu reinigen, denn es kommt zu jeder Stelle des Körpers. Hier unterstützt die Brennnessel. Auch die Verdauung wird durch die Pflanze angeregt, so dass Giftstoffe leichter aus dem Darm transportiert werden können. Dadurch kann sie das Abnehmen fördern.
Die Brennnessel ist bei vielen sehr unbeliebt, da sie schnell und überall wächst und durch ihre kleinen Stacheln auf den Blättern dafür sorgt, dass man bei einer Berührung ein stechendes Brennen empfindet, das über Stunden anhalten kann.
Der Trick ist, die Brennnessel schnell und mit einem beherzten Griff anzufassen und zu pflücken, da dann das Brennen seine Wirkung verliert. Du kannst die Blätter und die unscheinbaren gelben Blüten ernten und verarbeiten. Am besten eignet sich die Pflanze wieder getrocknet als Tee, aber auch im Salat oder kurz im heißen Wasser als eine Art Spinat schmeckt sie lecker.

Die Zauberwurzel Ingwer
Ingwer scheint exotisch zu sein, aber auch ihn kannst du im eigenen Garten anbauen. Nimm dazu Bio- Ingwer, der frei von Pflanzenschutzmitteln und ähnlichen Stoffen ist. Es reicht, ein Stück der hellbraunen Wurzel über Nacht in warmes Wasser einzulegen. Anschließend setzt du sie in einen Topf mit nährstoffreicher Erde und bedeckst sie zusätzlich damit. Stelle den Topf an einen hellen und warmen Platz. Er braucht täglich ein bisschen Wasser. Die Pflanze wird so schnell wachsen. Das Geheimnis ist, dass diese erst komplett absterben muss, damit die Wurzel reif ist und verwendet werden kann. Du darfst sie also nicht wegschmeißen, wenn sie welkt.
Die Wurzelknolle schmeckt leicht scharf. Du kannst sie in Scheiben schneiden und mit Wasser als Tee aufbrühen oder zum Würzen, besonders in asiatischen Gerichten nehmen.
Ingwer hilft dabei, die Leber zu entgiften. Durch seine Schärfe regt er dazu den Stoffwechsel an, so dass du vielleicht ins Schwitzen kommen kannst. So gelangen die Schadstoffe auch durch die Haut nach außen.

Die Chilischote ist mehr als ein Gewürz
Die kleinen roten Chilischoten, die aussehen wie Miniaturpaprika, haben dir bestimmt auch schon einmal Tränen in die Augen getrieben. Durch ihre Schärfe werden sie gerne in der Küche als Gewürz eingesetzt. Auch diese Pflanze kannst du selbst anbauen und die Schoten ernten.
Dazu brauchst du nur eine Chilischote, die du in die Erde einsetzt. An einem sonnigen Ort wird anschließend eine kleine Chilipflanze wachsen. Die Schoten bilden sich nach der Blüte. Je länger du wartest, desto schärfer werden sie. Zupfe sie einfach von der Pflanze ab und verwende sie frisch, indem du sie klein schneidest oder reibst, oder trockne sie und benutze sie so als Gewürz, um deinem Essen die richtige Schärfe zu verleihen.
Die Schärfe wirkt wie Ingwer, nur noch intensiver. Durch den angekurbelten Stoffwechsel schwitzt du viele Schadstoffe einfach durch die Haut aus.

Koriander darf in keinem Kräutergarten fehlen
Nicht nur Petersilie, Schnittlauch und Basilikum sollten in deinem Kräutergarten stehen, sondern auch Koriander. Die Blätter sehen aus wie die der glatten Petersilie, auch weil sie miteinander verwandt sind. Koriander kann frisch in Suppen, Salaten oder anderen Gerichten verwendet werden. Auch getrocknet kann er mit heißem Wasser als Tee getrunken werden. Dazu verwendest du die Blätter und Stängel.
Koriander sorgt vor allem dafür, dass Schwermetalle, vorwiegend Quecksilber, gelöst werden.
Im Garten ist die Pflanze sehr pflegeleicht. Sie verträgt nur keine Staunässe. Wenn du sie gleich im Topf in Bio- Qualität kaufst und dann ins Beet setzt, wächst sie den gesamten Sommer hindurch bis in den Herbst hinein.

Bärlauch als Knoblauchersatz für die Entgiftung
Knoblauch schmeckt lecker, hat jedoch die unangenehme Nebenwirkung, dass du am nächsten Tag immer noch stark danach riechst. Hier dient Bärlauch als Alternative, der zusätzlich noch eine entgiftende Wirkung hat.
Bärlauch erhielt seinen Namen dadurch, weil Bären diese Lauchpflanze nach dem Winterschlaf in Massen gefressen haben, um ihren Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen. Diesen Effekt kannst du auch nutzen. Die elliptisch geformten, großen Blätter riechen charakteristisch nach einem Hauch von Knoblauch, wenn du sie zerreibst. Die Pflanze wächst vor allem im Schatten. Ansonsten ist sie sehr robust.
Für die Entgiftung des Körpers wird der Schwefel in der Pflanze gebraucht. Er aktiviert die Nieren und Blase und schwemmt so auch Schwermetalle aus.
Am besten schmeckt Bärlauch als Pesto. Dazu nimmst du Öl, Bärlauch, Pinienkerne und etwas Salz. Das mixt du und verwendest es als Dressing für Salate oder Soße für Nudeln.

Die Linde hilft dem Körper entgiften
Vielleicht hast du in deinem Garten auch eine Linde. Als Kind kennst du die Samen, die du dir als Nasenzwicker auf die Nase gesetzt hast. Die zarten, gelben Blüten können als Tee verwendet werden und helfen so, deinem Körper zu entgiften. Sie regen den Stoffwechsel an, treiben damit Giftstoffe damit heraus, und helfen dem Darm bei seiner Arbeit. Auch das Blut wird gereinigt.
Die Blüten lassen sich im Juni und Juli von den Bäumen sammeln. Du kannst sie gleich frisch mit Wasser übergießen und genießen oder in getrockneter Form auch das restliche Jahr verwenden.

Artischocken im Garten
Auch Artischocken wirken gegen Giftstoffe im Körper. So sind sie Bestandteil vieler Nahrungsergänzungsmittel. Auch diese Pflanze kannst du in deinem Garten anbauen. Achte beim Kauf darauf, dass die Jungpflanzen bereits ein Jahr sind, damit sie besser anwachsen. Lass dich in der Gärtnerei beraten, wann du sie am besten pflanzt. Suche einen sonnigen Platz und halte sie feucht, damit sie sich entwickeln kann. Bei der Artischocke isst du d
ie Knospen. Somit musst du sie ernten, bevor die Blüten offen sind. Schneide sie dafür mit dem Stiel ab. Im Kühlschrank kannst du sie etwa eine Woche aufbewahren. Sie kann im Salat, in einer Suppe oder als Beilage gegessen werden.
Durch die Bitterstoffe wirkt die Artischocke positiv auf die Leber und Galle. So werden Giftstoffe abgebaut.

Fazit: Entgiftungs- Garten
Wenn du dich entgiften möchtest, um dich wieder rundum gesund zu fühlen, reicht es, einen Blick in deinen Garten zu werfen oder sich die Mühe zu machen, Pflanzen wachsen zu lassen, die du als Entgiftung verwenden kannst. Die meisten Pflanzen sind sehr pflegeleicht und nicht teuer in der Anschaffung. Viele hast du bestimmt bereits im Garten, wie Löwenzahn oder Brennnesseln. So kannst du Gartenarbeit mit einem großen Nutzen verbinden und dein Essen mit für deinen Körper positiven Kräutern verfeinern und einen leckeren Tee trinken.

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