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FASTEN - DER NATÜRLICHSTE WEG DER ENTGIFTUNG

Das Fasten ist zurück. Aktuell kennst du es unter dem Begriff Detox. Es gibt Detox- Tee, Detox- Kuren und viele weitere Artikel. Wenn du dich genauer damit beschäftigst und wirklich zum Ursprung des Fastens zurückblickst, wirst du sehen, dass es viel mehr ist, als der momentane Detox- Trend. Das Fasten kommt ursprünglich aus religiösen Traditionen. In Europa kennt man es vor allem vom Christentum. Von Aschermittwoch ab bis zur Osterzeit verzichten Christen bewusst auf Fleisch, um auch etwas für ihren Glauben zu opfern. Das neue Fasten dehnt sich auch auf weitere Bereiche aus. Menschen verzichten auf den Fernseher, auf Süßigkeiten oder das Smartphone. Auch in der Ernährungswissenschaft wird Fasten interessant. Es gibt die unterschiedlichsten Fastenarten, die bereits auch schon seit langer Zeit existieren und die du jetzt zur Entgiftung für deine Gesundheit nutzen kannst. Warum du überhaupt entgiften solltest, welche unterschiedlichen Fastenarten es gibt und was du genau darunter verstehen kannst, liest du hier.

Was ist Entgiftung?
Der Körper ist ständig Giftstoffen ausgesetzt. Sei es durch Abgase in der Luft, die wir einatmen, mit Schwermetallen belastetes Leitungswasser oder mit Schadstoffen belastete Nahrungsmittel, wir können uns kaum davor schützen. Diese setzen sich im Körper ab und können dort früher oder später zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Aber schon allgemeines Unwohlsein kann auf eine Vergiftung hindeuten. Umso wichtiger ist es für dich, deinen Körper regelmäßig zu reinigen und Gift- und Schadstoffe aus deinem Körper zu bringen, damit du dich gesund fühlen kannst und Energie für die täglichen und besonderen Aufgaben im Leben hast. Diese Entgiftung kannst du auch durch Fasten erreichen. Hier gibt es viele unterschiedliche Arten, nach denen du entgiften kannst.

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HEILFASTEN

Eine Heilfastenkur ist die härteste Methode, die Entgiftung des Körpers durchzuführen. Hierbei verzichtest du komplett auf feste Nahrung. Das bedeutet, dass nur Wasser getrunken wird, bis zu vier Liter am Tag. Manche machen nur einen Fastentagdaraus, da es ihnen schwerfällt, länger auf Essen zu verzichten. Prinzipiell kannst du aber das Heilfasten bis zu einem Monat machen. Meistens erstreckt sich die Zeit über fünf bis zehn Tage.
Um das Heilfasten komplett durchführen zu können, wird zuvor eine Darmreinigung durchgeführt. Diese geschieht entweder durch einen Einlauf oder - wem das zu unangenehm ist - durch natürliche Abführmittel. Wichtig dabei ist, dass der Darm komplett leer ist, damit er sich auf das Fasten konzentrieren kann. So schafft dein Körper die Entgiftung, weil er sich nicht nebenbei auf die Verdauung konzentrieren muss und nicht wieder neue Giftstoffe in dieser Zeit in den Körper gelangen. 
Heilfasten heißt nicht nur, ein bisschen zu verzichten, sondern in dieser Zeit extrem zu leben und die Auswirkung auf Körper und Geist zu spüren. Ziel ist es, zu entgiften und danach seinen Körper gesund zu halten, also seine Ernährung und sein Leben zu verändern. 
Der Mensch besteht zu 65% aus Wasser. Dieses muss wie in einem Pool regelmäßig ausgewechselt werden, damit es frisch ist und nicht umschlägt. Durch das Heilfasten, bei dem du nur Wasser trinkst, wird das alte Wasser in den Körperzellen ausgewechselt und durch neues ersetzt. Durch die bis zu vier Liter am Tag kann dabei wirklich jede Zelle erreicht werden. So werden auch Giftstoffe ausgeschwemmt und der Stoffwechsel allgemein beschleunigt. Auch das Hungergefühl wird durch die Menge an Wasser unterdrückt, da dein Magen gefüllt ist.
Wichtig dabei ist, dass du reines Wasser ohne zusätzliche Mineralien trinkst. Grundsätzlich sind diese wichtig, aber beim Heilfasten soll der Körper gereinigt werden. Sind Mineralien im Wasser, ist dieses schon so voll, dass Schadstoffe nicht gebunden werden können und somit im Körper bleiben. Auch Kohlensäure darf nicht enthalten sein, da sie ein Abfallprodukt des Körpers bei der Atmung und somit auch ein Schadstoff ist, sie bei einer Entgiftung also nichts zu suchen hat. Dazu sollte das Wasser kalkfrei sein, denn dieser kann sich in den Gefäßen ablagern und dort wiederum für Probleme sorgen. Wenn du auf Leitungswasser zurückgreifen willst, dann lasse dies zuvor testen. Ansonsten kannst du auf Wasser im Handel zurückgreifen. Achte dabei auf den Kauf von Glasflaschen, denn auch im Plastik sind weitere Giftstoffe drin. 

HEILFASTEN NACH BUCHINGER

Die Heilfastenkur nach Buchinger ist nicht so streng wie das klassische Heilfasten. Die Methode gibt es seit 1920. Otto Buchinger ist der Gründer der ersten Heilfastenklinik in Deutschland und entwickelte dabei auch seine Art, den Körper zu reinigen. Er selbst litt an Rheuma, das sich durch das Fasten besserte. Auch hier wird auf feste Nahrung verzichtet, es sind aber weitere Flüssigkeiten neben Wasser erlaubt.
Das Heilfasten nach Buchinger lässt sich nicht in einem Fastentag durchführen. Es muss über mehrere Tage gehen, um erfolgreich zu sein. Das Fasten beginnt mit einem Entlastungstag, an dem nur leichte Nahrung wie Gemüse gegessen wird. Dann wird der Darm mit Bittersalz oder Glaubersalz gereinigt. Diese Reinigung wiederholst du über die Fastenzeit mehrmals. Innerhalb des eigentlichen Fastens trinkst du Gemüsebrühe, Gemüsesaft, Kräutertee, Obstsaft und Wasser. Dabei sollte die Kalorienaufnahme nicht mehr als 500 betragen. Meist dauert die Methode zwischen zwei und vier Wochen. Begleitet wird sie von regelmäßiger Bewegung, die den Stoffwechsel zusätzlich antreibt. Mit dem Fastenbrechen wird die Kur beendet. Das Fastenbrechen bedeutet, dass du wieder feste Nahrung essen darfst, am besten einen Apfel oder eine Gemüsesuppe. Anschließend folgen Aufbautage mit leichter Kost, Wechselduschen und Bürstenmassagen. So kann sich der Körper langsam wieder an Essen gewöhnen.

Das Intervallfasten gibt es in verschiedenen Versionen. Grundsätzlich geht es darum, eine gewisse Zeit auf Essen zu verzichten, damit sich die Zellen erneuern können und Giftstoffe aus dem Körper transportiert werden können. Das Intervallfasten kann sogar in den Alltag eingebaut werden. In der Zeit des Essens kannst du auch theoretisch essen, was du möchtest. Sinnvollerweise und auch, um den Erfolg des Entgiftens zu unterstützen, solltest du aber in dieser Zeit trotzdem darauf achten, ausgewogen zu essen.Die aktuell beliebteste Version ist das 16/8- Intervallfasten. Hierbei kannst du acht Stunden essen und verzichtest in den folgenden sechzehn Stunden komplett auf das Essen. Praktisch ist, dass dabei die Nacht mitzählt. Beispielsweise kannst du zwischen 10 Uhr und 18 Uhr und nach der Pause am nächsten Tag wieder ab 10 Uhr essen. Natürlich kannst du das Zeitfenster individuell schieben, das hat keinen Einfluss auf den Erfolg. Wichtig ist nur das Zeitfenster ohne Essen, damit der Körper entgiften kann. Eine weitere Möglichkeit des Intervallfastens ist die 5:2- Methode. Dabei isst du fünf Tage normal und zwei Tage nur ein Drittel deiner normalen Tagesration. Die Tage sollten nicht hintereinander sein. Noch eine Möglichkeit ist die "Alle- zwei- Tage"- Methode. Hier fastest du alle zwei Tage, indem du nur ein Drittel deines Essens isst. Den anderen Tag kannst du normal essen.

BASENFASTEN

Einige in der Ernährungswissenschaft trennen Lebensmittel in sauer und das Gegenteil, basisch. Die Theorie besagt, dass saure Lebensmittel nicht gut für den Körper sind, da sich die Säuren auch im Körper ablagern und dort für gesundheitliche Probleme sorgen. Beim Basenfasten isst du nun nur basische Lebensmittel, um deinen Körper von den Säuren und anderen Schadstoffen zu befreien. Vielen fällt diese Art des Fastens leichter, da du nicht nur auf Flüssignahrung zurückgreifen kannst. Basische Lebensmittel sind besonders Obst und Gemüse. Eine genaue Liste findest du auf vielen Seiten im Internet. Hieraus kombinierst du dein tägliches Essen. Auch Fette wie Butter und Sahne sind in Maßen erlaubt. Meistens wird das Basenfasten über einen Zeitraum von einer Woche bis vier Wochen durchgeführt. Auch danach solltest du darauf achten, nicht zu viele säurehaltige Lebensmittel zu essen, um die Entgiftung weiterhin zu unterstützen. 

HILDEGARD - FASTEN

Das Fasten nach Hildegard von Bingen ist eine alte Fastenmethode. Oftmals bieten Klöster eine Begleitung an, um sie richtig und erfolgreich durchführen zu können. Sie erfolgt grundsätzlich in vier Schritten. Vor dem eigentlichen Fasten wird der Körper darauf vorbereitet. Das geschieht durch viel Obst und Gemüse, Tees und klare Suppen. Milchprodukte sollten nicht auf dem Speiseplan stehen. Nach zwei bis vier Tagen folgt anschließend eine Darmentleerung, um die Entgiftung zu gewährleisten. Danach wird für drei bis sieben Tage wirklich gefastet, indem du auf feste Nahrung verzichtest und nur Kräutertee, Dinkelkaffee und Fencheltee trinkst, sowie Dinkelsuppen, Fastensuppen und klare Gemüsesuppen isst. Nach dem Fasten muss der Körper in den nächsten vier Tagen erst wieder an das normale Essen herangeführt werden. Dabei helfen Suppen, Tee, Gemüse und Obst. 

FASTEN NACH RÜDIGER DAHLKE

Rüdiger Dahlke ist ein praktizierender Arzt, der sich intensiv mit Fasten beschäftigt. Der Österreicher gibt Seminare und begleitet die Fastenden. Mittlerweile ist dieses
Seminar sogar online verfügbar.
Hierbei wird auf feste Nahrung verzichtet und Smoothies, klare Suppen und viel Wasser getrunken. Das Fasten erstreckt sich über eine Woche. 

FASTENURLAUB


Das Fasten kann auch mit einem Urlaub verknüpft werden. Hier fällt es dir oft leichter, abzuschalten und dich auf das Fastenzu konzentrieren. Der Fastenurlaub kann sowohl unter professioneller Anleitung in einem Hotel oder Kloster verbracht werden als auch an einem ruhigen Ort, an dem du zur Ruhe kommen kannst.

Faszit: Fasten
Fasten ist eine perfekte Möglichkeit, deinen Körper zu entgiften. Dabei kannst du zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Sowohl das Fasten auf Zeit als auch das Fasten, das in den Alltag integriert wird, ist eine erfolgreiche Methode. Natürlich ist es dabei auch wichtig, dass du vor und nach dem Fasten auf eine ausgewogene Ernährung setzt. Für welche Fastenart du dich dabei entscheidest, bleibt dir individuell überlassen.

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